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Heimreise ins Leben

Katharina Metzger aus Essen hatte eine Lebenspause zu meistern: Nach einem Unfall lag sie im Koma – und ist wieder aufgewacht. Der Weg zurück ins Leben war lang und steinig.

Die 24-Jährige lässt ihren Blick durch die Bochumer Bahnhofshalle schweifen. Sie trägt ein gelbes Shirt und Jeanshose, schwarze Chucks und Strickjacke. Die langen braunen Haare liegen seitlich auf der rechten Schulter, die Arme sind locker vor der Brust verschränkt.

Katharina Metzger erwachte vor drei Jahren aus dem Koma. Sie konnte danach fast nichts mehr – auch nicht mehr sprechen. An was für einem Ort möchte eine Koma-Patientin für ein Interview von ihrem Leben erzählen? Katharina Metzger entscheidet sich für ein ganz normales Café direkt vor dem Hauptbahnhof. Eine Bäckerei mit Sitzgelegenheit. Seufzend lässt sie sich da in einen Sessel fallen. Und nimmt einen großen Bissen vom Schokobrötchen.

Katharina, du hattest mal eine Pause vom Leben: Das Koma. Kann man das so sagen?

Katharina Metzger: Nicht unbedingt. Ich würde sagen: Die Zeit nach dem Koma – in der Rehaklinik – war eine Pause vom Leben. Eine Zwangspause. Mein Körper brauchte das, um sich wieder zu organisieren. Ich war in dieser Zeit sehr konzentriert auf mich. Ich sage immer scherzhaft: Ich war im Exil. Auch wenn gute Freunde zu mir gehalten haben, sie waren draußen.

Ehrlich gesagt: Du wirkst nicht so, als hättest du mal eine Zwangspause vom Leben eingelegt. Du wirkst total normal.

Katharina Metzger: Man muss schon etwas genauer hinschauen. Dann sieht man: Ich habe noch Gangunsicherheiten. Durch das Schädelhirntrauma war meine Motorik stark beeinträchtigt: Laufen ist an manchen Tagen immer noch wackelig.

Bevor du zwei Wochen im Koma lagst, hattest du einen Unfall. Was ist da genau passiert?

Katharina Metzger: Es war ein ganz normaler Montag. Der 30. März 2009. Ich bin abends zu meinem Pferd. Da passierte es. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

Sie hält kurz inne. Greift zur Kaffeetasse, nimmt einen Schluck, stellt die Tasse, ohne auf den Tisch zu schauen, wieder zurück. Dann schiebt sie die Untertasse ein Stückchen vor, fegt mit der Hand ein paar Krümel zusammen. Flüssige Bewegungen, keine Spur von Unsicherheit. Katharina dreht den Kopf zum Fenster. Draußen nieselt Regen auf den Bahnhofsvorplatz.

Du weißt also alles nur aus Erzählungen von anderen?

Katharina Metzger: Ja. Ich bin vom Pferd gefallen und mit meinem Kopf auf einen Zaunpfahl geknallt. Wäre der nicht gewesen – außer dem Koma war ja nichts, keine Knochen gebrochen – dann wäre ich auf den Sandweg gefallen. Meine Schwester war mit ihrem Pferd hinter mir. Sie hat gesehen, wie mein Pferd plötzlich alleine weiterlief.

Kannst du dich an das Aufwachen erinnern?

Katharina Metzger: Nicht ansatzweise. Ich lag zwei Wochen im Koma. Ich kann mich an das Uniklinikum in Essen überhaupt nicht mehr erinnern. Ich hatte eine Gehirnverletzung, konnte anfangs gar nicht sprechen. Ich wusste zwar, was ich sagen will, aber: Man kann sich nicht mitteilen, ich konnte nicht laufen. Die haben mich ein paar Tage, nachdem ich wach war, direkt in die Rehaklinik weitervermittelt. Auch da ist die erste Zeit noch sehr schemenhaft. Ich habe punktuelle Erinnerungen, zwischen denen Tage liegen. Und wenn ich davon erzähle, sagen mir alle, dass das zeitlich nicht passt. Dass diese Erinnerungen also eigentlich so nicht stimmen können.

Das hat dich wahrscheinlich unglaublich verzweifeln lassen.

Katharina Metzger: Ich war eher wütend. Sowas wie Trauer, das habe ich gar nicht empfunden. Ich hatte Phasen, in denen ich gedacht habe: Das ist alles ein Fake, die halten dich hier gefangen und deiner Mutter haben sie eine Gehirnwäsche verpasst. Die war damals immer dabei.

Was hat dich dazu gebracht, trotzdem alles über dich ergehen zu lassen?

Katharina Metzger: Ich war total im Reha-Setting drin. Ich hatte da immer volles Programm, einen Therapieplan. Durch die feste Struktur kam ich nicht auf den Gedanken, mich aufzugeben.

In der Stimme keine Spur davon, dass Katharina vor drei Jahren kein Wort mehr sprechen konnte. Sie hat die Beine übereinander geschlagen. Die Beine, die vor drei Jahren versagten, als Katharina nach dem Koma die Augen aufschlug. Sie spielt mit den Händen an den Bommeln ihres Schals, zupft daran.

Es war damals ein Erfolgserlebnis für dich, 200 Meter am Rollator laufen zu können. Wann hast du realisiert, dass du eine Koma-Patientin bist?

Katharina Metzger: Ende Mai haben wir den Geburtstag meiner Mutter in der Reha gefeiert. Da wurde mir irgendwie bewusst, dass das alles real ist. Aber es gab auch Momente, in denen ich total komisch drauf war. Einmal habe ich mit einem Freund telefoniert, da konnte ich schon wieder ein bisschen mehr sprechen. Da habe ich in den Hörer gesagt: „Die halten mich hier fest, du musst unbedingt kommen und mich hier raus holen.“ Und gleichzeitig habe ich mich am Telefon totgelacht.

Sie legt ihre rechte Hand auf den Oberschenkel. Die ist bis zum Handgelenk in weißem Verband eingewickelt. Vor ein paar Tagen hat Katharina mit kochend heißem Wasser nicht in ihre Tasse getroffen, sondern auf ihre Hand.

Es ist jetzt drei Jahre her, dass du aus dem Koma erwacht bist ...

Katharina Metzger: Und ich merke, dass ich immer noch – drei Jahre später – viel weniger belastbar als früher bin. Ich habe früher Grundschullehramt studiert. Das habe ich nach der Reha wieder aufnehmen wollen. Es ging nicht. Und das zu merken, das war das Schlimmste. Ich habe ein paar Stunden in der Uni nicht auf die Kette gekriegt, eine 90-minütige Vorlesung hat mich total überfordert.

Hast du dich denn auch persönlich verändert?

Katharina Metzger: Ich bin ungeduldiger und viel direkter geworden. Ich sage jetzt eher: Mit mir nicht. Manchmal ist das auch anstrengend, weil ich Leute damit unnötig unter Druck setze.

Die Leute, mit denen du einst angefangen hast zu studieren, gehen jetzt ins Referendariat. Du machst eine Ausbildung zur Ergotherapeutin. Was hast du durch das Koma gelernt?

Katharina Metzger: Ich schiebe nichts mehr auf. Ich mache immer alles direkt. Ich mache viel mehr Sport als vorher, habe gelernt, dass man ohne seinen Körper aufgeschmissen ist. Ich weiß jetzt, was mir mein Körper bedeutet. Und: Ich reite wieder. Im Moment denke ich aber noch zu viel nach. Es gibt Tage, an denen ich das Gefühl hab, dass ich nichts kann. Und dann fehlt mir manchmal diese Unbeschwertheit aus dem Leben vor dem Koma.

Katharina Metzger wippt mit dem Fuß. Dort erinnern zwei Tattoos an ihre Zwangspause vom Leben: Das Datum des Unfalls und ein Phönix – als Symbol der Unsterblichkeit.

Interview: Nike Laurenz

Foto: Michael Bührke  / pixelio.de

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