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Gesund bleiben!

Das Leben ist anstrengend. Ob Druck und Prüfungsstress im Studium, Angst vor der Kündigung, mangelnde Anerkennung und Konkurrenzdenken im Job oder Probleme im Privatleben – wir stehen nahezu dauerhaft unter Anspannung und gönnen uns keine Auszeit. Das Resultat: gesundheitliche Probleme, von Kopfschmerzen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen, Schlafstörungen, Depressionen und Burnout. Pausen bedeuten vor allem Erholung. Warum sie gesund sind, welche Pause für wen am geeignetsten ist und was bei zu wenig Pause passieren kann, dem sind wir einmal nachgegangen – mit erstaunlichen und erschreckenden Ergebnissen.

Julia H. ist 30 Jahre alt. Sie ist Lehrerin für Deutsch und Englisch. Kaum zu glauben, dass diese fröhlich und agil wirkende Frau während ihres Studiums völlig aus dem Gleichgewicht geriet – sie stand damals am Rande eines Nervenzusammenbruchs: „Es ging zur Mitte meiner Studienzeit los. Je stressiger die Uni gerade war, desto schlimmer war es“, erinnert sich die junge Lehrerin. Es begann mit Kopfschmerzen, Erschöpfung und Magen-Darm-Problemen: „Vor jeder Klausur hatte ich Durchfall und musste kotzen.“ Und es wurde noch schlimmer: Julia bekam eine chronische Magen-Schleimhaut-Entzündung, Beklemmungsgefühle und Dauermüdigkeit, Schwindelattacken. „Mir war ständig so schwindlig, dass ich gegen die Wände gelaufen bin. Ich war sogar im Kernspin wegen Tumorverdachts. Ich hatte solche Beklemmungen, dass ich zwischenzeitlich dachte, mein Herz setzt aus. War laut Arzt aber 'nur' stressbedingter erhöhter Blutdruck.“

Sie hat eine Ärzte-Odyssee hinter sich, war unter anderem bei der Hausärztin und Heilpraktikerin, beim Venerologen und Kardiologen. Die einhellige Diagnose: erhöhter Stress. Und die Empfehlung: Zum Ausgleich Sport machen – und zur Ruhe kommen. Dafür gab es neben Studium und Referendariat aber keine Zeit: „Mein Kopf war so voll. Ich stand dauernd unter Stress und kam nicht dazu, mich mal zu entspannen.“ Auch Julias Beziehung ging in die Brüche. Der doppelte Druck wegen Studium und gesundheitlichen Problemen war zu viel. „Ich wäre so gerne zu einem Psychotherapeuten gegangen“, erinnert sie sich. Das ist angehenden Lehrern aber untersagt, sonst werden sie nicht verbeamtet. „Wenn man da keine Depressionen bekommt, dann hat man Glück“, sagt Julia.

Das Gehirn braucht Zucker und Schlaf

„Depressive Dekompensation, die Vorstufe einer Depression, ist die weltweit meistverbreitete Krankheit“, erklärt Dr. Wolfgang Mattern, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Bochum. Ursachen dafür können körperlicher wie seelischer Natur sein: Überlastung oder Überforderung beispielsweise am Arbeitsplatz, soziale und emotionale Unsicherheiten oder psychische Sorgen. Ein Anzeichen von Überbeanspruchung sind Schlafstörungen. Im Schlaf wird die Energie getankt, die jeder für den Tag braucht. Ist der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört, können Leistungsschwäche und Konzentrationsstörungen, Unruhe und verminderte Belastbarkeit auftreten. Dr. Mattern erklärt es so: „Das Gehirn braucht Zucker und Schlaf zum Arbeiten. Wenn der Schlaf fehlt, ist die Verstoffwechslung nicht mehr gewährleistet und führt zu Fehlschaltungen im Gehirn. Befindet sich das Gehirn im Ungleichgewicht, können Schlafstörungen und Depressionen die Folge sein.“

Die Ursache hierfür ist einfach: Zu wenig Pausen, die Effektivität eines Menschen sinkt. „In der Regel ist es am besten, alle drei Stunden eine kurze Pause zu machen. Wer viel sitzt, sollte diese zum Ausgleich möglichst aktiv gestalten mit Entspannungs- und Bewegungsübungen“, rät Dr. Mattern. Wer allerdings bereits unter Schlafstörungen oder Depressionen leidet, hat es schwerer: „Medikamentöse Behandlungen haben Suchtpotential. Helfen können Verhaltenstherapie oder auch Hypnose. Hier lernt der Patient, seine Stressfaktoren zu erkennen und sinnvolle Pausen-Mechanismen zu entwickeln, wie er mit dem Stress umgehen kann“, erklärt der Facharzt.

Pausenlos erschöpft

Wer chronisch schlecht schläft oder ständig müde ist, sollte sich an einen Schlafmediziner wie Dr. Jörg Walther wenden. Er ist Oberarzt im Schlaflabor der Bergmannsheil-Klinik in Bochum. „30 bis 40 Prozent der Menschen fühlen sich schlecht ausgeschlafen“, sagt er. Der Schlaf sei aber als Pause notwendig für die geistige und körperliche Erholung. Damit diese funktioniert, brauchen wir einen bestimmten Schlafablauf: 25 Prozent sollten aus dem REM-Schlaf – auch Traumschlaf genannt – und 5 bis 15 Prozent aus Tiefschlaf bestehen, der Rest aus Leichtschlaf (vor allem morgens). „Eine Schlafstörung hindert daran, überhaupt in den Tiefschlaf zu kommen“, erklärt Dr. Walther. „Die Schlafapnoe ist die häufigste aller auftretenden Schlafstörungen. Hier kommt es durch eine Verengung der Luftwege zu Atempausen im Schlaf. Dadurch sinkt der Sauerstoffwert, das Gehirn nimmt diesen Mangel auf, sendet einen Impuls und weckt den Schlafenden auf. Dieser Impuls, also die Kurzunterbrechung vom Schlaf, ist ein Schutzmechanismus.“

Doch schüttet die Weckreaktion auch Stresshormone wie Adrenalin aus, die langfristig das Herz-Kreislauf-System schädigen und zu eingeschränkter Herzleistung führen können. Bei Martin Fliegner (52) ist genau das passiert: Er bemerkte jahrelang seine Atemaussetzer im Schlaf nicht. Durch seine chronisch schlechte Sauerstoffsättigung bekam er eine Herzmuskelentzündung. Um besser zu atmen, hat er nun eine Schlafmaske. „Die Maske produziert einen Überdruck und drückt zusätzliche Luft in meine Atemwege. „Ich merke, dass ich über den Tag bessere Laune habe und ausgeglichener bin“, erzählt der Schlafpatient. Auch sein Blutdruck hat sich reguliert und seine Herzfrequenz ist niedriger geworden. 90 Prozent der Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen brauchen diese Maske als Therapie – das dann allerdings ein Leben lang. Gefahr droht dagegen, wenn Schlafstörungen nicht ernst genommen werden: „Der Körper holt sich seinen Schlaf anderswo. Er schaltet dann in monotonen Situationen einfach aus. Der berühmte Sekundenschlaf kann einen überraschen“, warnt Dr. Walther.

Sinnvolle Pausen einschieben

Zur Vorbeugung von solch stressbedingten Schlafstörungen haben zwei Sportstudenten der Bochumer Ruhr-Uni ein in Deutschland einmaliges Pausen-Konzept entwickelt: Mit der „PowerPause“ wollen Christian Klein und Jascha Telaar gestresste Arbeitnehmer in der Mittagspause fitter machen und ihnen zu einem größeren körperlichen und geistigen Wohlbefinden verhelfen. „Bewegungsmangel ist im Alltag der meisten Menschen leider etwas Akutes“, sagt Christian Klein. Was für eine Pause sinnvoll sei, hänge von der jeweiligen Belastung ab. „Ständiges Sitzen führt zu Verspannungen, Rückenschmerzen und weniger Leistungsfähigkeit. Durch 'Kopf ausschalten und auspowern’ fühle ich mich nicht nur besser, ich bin auch leistungsfähiger“, ergänzt Jascha Telaar.

Die typische „PowerPause“ dauert eine halbe Stunde, ist auf Koordination, Kräftigung oder Ausdauer ausgerichtet und findet im oder möglichst nahe am jeweiligen Unternehmen statt: Ein Staffellauf durchs Treppenhaus, Muskelkräftigung mit Wasserflaschen oder Übungen am Bürostuhl sind nur einige Beispiele.

In einem dreimonatigen Pilotprojekt in einem Bochumer Unternehmen haben die Studenten ihr Konzept im Rahmen des Sportstudiums erfolgreich getestet: „Die Teilnehmer waren erst skeptisch, weil sie nicht wussten, was sie erwartet“, sagt Telaar. Am Ende jedoch fingen die Mitarbeiter Diäten an oder bildeten private Walking-Gruppen. Die beiden Sportwissenschaftler wollen ihre „PowerPause“ nach dem Masterabschluss als Geschäftsidee umsetzen. Sie haben bereits mehrere Anfragen von Unternehmen, die auf eine moderne betriebliche Gesundheitsförderung.

Heute weiß auch Julia H., dass sie besser und früher auf ihren Körper hätte hören sollen. Sie wird jeden Tag an die schlimme Zeit während des Studiums erinnert: Durch das ständige Sitzen hat sie schmerzhafte und hässliche Krampfadern bekommen, die jetzt operativ entfernt werden müssen. Inzwischen achtet sie auf Warnsignale und legt rechtzeitig Pausen ein: „Zeit für sich selbst zu nehmen, ist schon toll“, sagt die Lehrerin. „Wäre mir damals bewusst gewesen, wie wichtig das ist, hätte ich vielleicht auch weniger gekotzt.“

Text: Helene Seidenstücker

Foto: Sara Zoche

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